Wiehe

Die erste urkundliche Erwähnung von Wiehe geht auf das Jahr 933 zurück. Hierin wird auch ein Kloster genannt. Unter König Heinrich I. wurde Wiehe Reichsburg und wurde 998 dem Kloster Memleben zugesprochen. In der Schenkungsurkunde ist auch vom Weinbau in Wiehe die Rede. Zur damaligen Zeit gehörten zur Grafschaft Wiehe die Stadt selbst, zwanzig Dörfer, drei Burgen sowie die Klöster Memleben, Donndorf und Hechendorf. Seit dem Jahr 1320 besaß Wiehe bedeutende magistratische Eigenrechte. Nach einigen Besitzerwechseln ging Wiehe im Jahr 1461 an die Familie von Werthern-Wiehe. Ein Neuaufbau Wiehes war notwendig, nachdem 1659 die Kirche, das Schloss und die Stadt von einem Großbrand zerstört wurden. Einwohner von Wiehe schlossen sich der NS-Zeit der Widerstandsgruppe „Tras“ an. Kriegsgefangene verrichteten in Wiehe während des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeit. Zwischen 1976 und 1990 war Wiehe Teil des Gemeindeverbandes Unstruttal.