Oldisleben

Die Stadt Oldisleben liegt an der Unstrut, am Unstrutradweg und ist Teil der Verwaltungsgemeinschaft an der Schmücke. Noch immer sind Flach- und Hügelgräber sowie Höhensiedlungen bei Oldisleben sichtbar und deuten auf Siedlungen bereits aus der Stein- und Bronzezeit hin, auch wenn die erste urkundliche Erwähnung erst aus dem Jahr 1089 stammt. Um die Verkehrswege an der Thüringer Pforte südlich des Ortes besser bewachen zu können, wurden im 11. Und 13. Jahrhundert die Untere sowie die Obere Sachsenburg errichtet. Das Vorhandensein eines reichen Klosters verhalf Oldisleben dazu, Markt zu werden. Nach einem Einschlag eines Meteoriten im Jahr 1136 riefen die Mönche zu Wallfahrten nach Oldisleben auf. Das Kloster kam durch Kauf durch Herzig Georg 1499 in den Besitz des Ortes, wurde im Bauernkrieg 1525 aber größtenteils zerstört und 1539 aufgelöst, da die Bevölkerung protestantisch wurde. Einige Kellergewölbe sowie romanische und frühgotische Rest aus der Klosterzeit sind noch heute sichtbar. Durch den Naumburger Vertrag ging das Kloster Oldisleben 1554 an die Ernestiner und blieb in deren Besitz, während Oldisleben selbst an Sachsen fiel und des Öfteren die Zugehörigkeit wechselte. 1821 ging der Ort schließlich an das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach. In den Jahren 1910 und 1911 entstand die heutige Dorfkirche Sankt Johannis. Während des Zweiten Weltkriegs mussten einige Kriegsgefangen in Oldisleben Zwangsarbeit leisten.