Nebra

Nebra wird unweigerlich mit der Himmelsscheibe von Nebra in Verbindung gebracht – dem ältesten Abbild des Universums der Menschheitsgeschichte, festgehalten auf einer Bronzescheibe. Sie wurde im Juli 1999 mit einem Bronzeschatz auf dem Mittelberg gefunden. Es wird davon ausgegangen, dass die Himmelsscheibe schon im 1600 v. Chr. Vergraben wurde, aber bereits zwischen 2100 und 1700 v. Chr. entstand. Doch bereits 876 wurde Nebra urkundlich erwähnt und erhielt im 12. Jahrhundert das Stadtrecht. Das Schloss in Nebra wurde 1540 durch die Brüder von Nißmitz gegründet. Zwischen 1816 und 1944 gehärte Nebra dem Kreis Querfurt in der Provinz Sachsen an. Von 1952 bis 1994 war Nebra Sitz des Landkreises Nebra im Bezirk Halle, bevor es in den Burgenlandkreis eingegliedert und zur Stadt Nebra (Unstrut) wurde. Die vier Frauenstatuen aus dem späten Jungpaläolithikum, die 1962 auf der Altenburg gefunden wurden, gehören zu den ältesten bekannten Kunstwerken des Landes Sachsen-Anhalts.