Laucha

Ehemals an der alten Heerstraße Langensalza-Freyburg-Merseburg gelegene Straßendorf Laucha ist vor allem für sein Glockenmuseum bekannt. Erstmals erwähnt wird Laucha 926. Seinerzeit war Laucha sehr reich, wurde aber oft geplündert und niedergebrannt. Auch fiel Laucha kriegen und Naturkatastrophen zum Opfer, erholte sich wirtschaftlich aber immer wieder. Das Rittergeschlecht, die Edlen von Laucha, benannten sich nach dem Ort. Bis 1815 gehörte Laucha zum Amt Freyburg und fiel 1816 im Rahmen des Wiener Kongresses an den Kreis Querfurt in der Provinz Sachsen. Die Gütertransporte auf der Unstrut gingen nach der Eröffnung der Unstrutbahn Naumburg-Artern im Jahr 1889 stetig zurück. Als 1914 auch die Preußische Staatsbahn eine Linie eröffnete, die durch Laucha führte, kam dem Bahnhof eine besondere Bedeutung zu. Vor allem die alte Zucker- und Konservenfabrik profitierten davon. Im Zweiten Weltkrieg wurde Laucha schwer beschädigt.