Kornmarktkirche Mühlhausen

Die Kornmarktkirche Mühlhausen ist eine ehemalige Klosterkirche der Franziskaner. Dass es sich um eine Bettelordenskirche aus dem 13. Jahrhundert handelt, wird nicht nur am fehlenden Querschiff, sondern auch an den schlichten Maßwerkfenstern und dem schmucklosen Mauerwerk deutlich. Im 15. Jahrhundert wurde der Turm angebaut. Die Kornmarktkirche war einer der Hauptschauplätze während des Bauernkrieges in Mühlhausen. Sie war Sammelplatz der Aufständischen und Waffenschmiede. Nach wechselnder Nutzung des Gebäudes wurde es zwischen 1973 und 1975 saniert und museal gestaltet. So finden in der Kornmarktkirche Mühlhausen heute eine Ausstellung zum Bauernkrieg sowie Sonderveranstaltungen, v.a. Musikveranstaltungen statt. Im Gruftlapidarium wird die Baugeschichte erläutert. Der Klostergarten mit seinem ehemaligen Kreuzgang lädt zum Verweilen ein. Wöchentlich ist das Carillon im Turm über der Stadt Mühlhausen zu hören.

Die 2016 vollkommen neu überarbeitete Ausstellung in der ehemaligen Klosterkirche am Kornmarkt soll an die theologischen Mitstreiter Martin Luthers erinnern, die von der reinen lutherischen Lehre abwichen oder eigene reformatorische Ideen verfolgten und bisher weitestgehend im Schatten des großen Reformators standen, wie Jakob Strauß, Fritz Erbe oder Andreas Bodenstein von Karlstadt. Die deutschlandweit umfassendste Exposition zu diesem Thema informiert außerdem über Verlauf, Höhepunkte und Nachwirkungen des Deutschen Bauernkrieges im Kontext der Zeit und seine Rezeptionsgeschichte.


 

Öffnungszeiten:

Di-So 10:00-17:00 Uhr

www.mhl-museen.de