Karsdorf

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes geht auf das Jahr 881 zurück und liegt an der alten Franken-, Wein- und Kupferstraße. Der Ortsname selbst geht auf den damals in Franken weit verbreiteten Namen „Karl“ zurück. Zur Unstrut entstand schon früh eine Burg auf der „Hohen Gräte“. Seit 1469 war das Amtsdorf Karsdorf durch Herzig Wilhelm III. in das Amt Freyburg integriert. In Karsdorf befand sich ein Landgerichtsstuhl mit Richtern und Schöffen. Karsdorf wurde im Laufe der Jahre mehrfach von Feuern heimgesucht, die das Dorf zerstörten. Die heutige Kirche stammt im Kern aus der Spätgotik, weist nach mehreren Umbauten aber auch Spuren des Barock auf. In dieser Kirche wurde 1767 die Mutter des Musikers Robert Schumanns getauft, worauf eine Tafel heute verweist. Im Jahr 1927 wurde ein heute noch immer aktives Zementwerk in Karsdorf eröffnet, das den Kalkstein und die Tonmaterialien der Umgebung verarbeitet. Hier verrichteten im Zweiten Weltkrieg einige Kriegsgefangene Zwangsarbeit. 1990 wurde das Werk durch LAFARGE übernommen, die das Werk zu einem der modernsten und leistungsfähigsten Werke der Gruppe umbauten.