Haßleben

Bekannt ist der Ort durch die in den 1920er Jahren entdeckte archäologische Fundstelle des „Fürstinnengrabes von Haßleben“. In einer 3 Meter tiefen Grabgrube wurden die Gebeine einer dreißig bis vierzig Jahre alten Frau aus dem 4. Jahrhundert bestattet, wegen überaus reicher Grabbeigaben deutet man diese Person als Stammesfürstin. Der gesamte Fundkomplex, zu dem auch eine Gruppe weiterer Bestattungen in der Umgebung des Hauptgrabes gehören, gelangte in das Museum für Ur- und Frühgeschichte in Weimar.

Sehenswürdigkeiten in Haßleben sind die Kirche St. Michael (barocke Saalkirche) und die Naturschutzgebiete Haßleber bzw. unweit das Alperstedter Ried, zwischen Alperstedt und Gramme-Mühle am Laura-Radweg gelegen.

Interessant ist das Projekt „Moorlandschaft Alperstedter Ried“. Um dem größten Durchströmungsmoor Thüringens wieder seinen natürlichen Wasserstand zurückzugeben, wurden im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens Alperstedt künstlich angelegte Entwässerungsgräben geschlossen, Feuchtmulden für Wiesenbrüter und Amphibien angelegt und ein Weidezaun gebaut. Die angrenzenden Feuchtwiesen wurden auf einer Fläche von 115 Hektar umzäunt und bieten so nicht nur den dort zahlreich vorkommenden gefährdeten Tier und Pflanzenarten Lebensraum, sondern auch tierischen Landschaftspflegern: Seit Oktober 2015 übernehmen Exmoor-Ponys, als ursprünglichste Englische Pferderasse, sowie Wasserbüffel und Heckrinder, als Rückzucht der ausgestorbenen Auerochsen, ganzjährig die Pflege der Feuchtlebensräume. Träger des Beweidungsprojektes ist die Arua-Agrar GmbH Mittelhausen.