Großjena

Wer den Weinberg des Künstlers Max Klinger, das „Steinerne Album“ im Weinberg oder den Zusammenfluss von Saale und Unstrut im Blütengrund besuchen möchte, sollte nach Großjena reisen. Der Ort wurde im Jahr 1002 erstmals erwähnt und ist heute in die Stadt Naumburg eingemeindet. Damals befand sich eine Burg der Ekkehardiner in Großjena. Nach dem Tod von Hermann und Ekkehard II gingen die Besitztümer aber an das Haus Wettin über. Im Jahr 1271 kam Markgraf Dietrich der Bedrängte in Besitz des Naumburger St. Georgenkloster, welches bis 1593 auch die Gerichte und andere Güter des Ortes vom Naumburger Bischof zugesprochen bekam. Gleichzeitig mit den Wettinern war im Ort das Adelsgeschlecht „von Jena“ ansässig. Als das St. Georgskloster aufgelöst wurde, wurde das Vorwerk im Jahr 1548 in ein Rittergut umgewandelt, das des Öfteren Besitzer wechselte. Im Rahmen des Wiener Kongresses ging Großjena im Jahr 1818 an den neuen Kreis Naumburg im Königreich Preußen. Auf die historische Bedeutung Großjenas weist ein 2006 vom örtlichen Heimatverein am Parktor errichteter Sandsteinobelisk hin. Dieser trägt das Logo der archäologischen „Himmelswege“ als Meilenzeiger für die Entfernungen zur Himmelsscheibe von Nebra und zum Sonnenobservatorium von Goseck. Auch liegt Großjena an der bedeutenden „Via Regia“.

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