Freyburg

In Freyburg hat der Weinanbau seine Spuren tief in die Landschaft und in die Herzen der Bewohner gegraben. In einer Idylle aus sanften Hügeln, Wäldern, Wiesen und Auen liegt die romantische Jahn-, Wein- und Sektstadt. In einer Region, die geprägt ist von den Terrassen der Weinberge. Der Freyburger Schweigenberg mit seinem Ensemble aus Trockenmauern, Treppen und den typischen Weinbergshäusern ist eines der beeindruckendsten Zeugnisse der Winzerarbeit und Rebkultur in Deutschland. 2010 wurde er in die exklusive Liste „Höhepunkte der Weinkultur“ des Deutschen Weininstitutes aufgenommen. Dort und entlang der südlich von Freyburg gelegenen Ehrauberge laden eine Reihe von Straußwirtschaften und Gutsschenken zum Verweilen und Probieren ein. Doch nicht nur die Lage macht Freyburg zur „Weinhauptstadt“ des Anbaugebietes. Hier befinden sich zudem die Rotkäppchen Sektkellerei und die Winzervereinigung Freyburg als der größte Weinproduzent der neuen Bundesländer. Doch auch zahlreiche Weingüter in und um Freyburg prägen das Bild. Alljährlich am zweiten Septemberwochenende verwandelt sich der Freyburger Markt in ein Weindorf – zum größten Winzerfest Mitteldeutschlands. Zahlreiche Weingüter der Region bieten Ihre Tropfen an, Händler erfüllen die Straßen mit pulsierendem Leben, und auf den Festplätzen der Stadt wird gefeiert, getanzt und gelacht. Dabei beginnt die Stadtgeschichte bereits 1090 auf einem Berg östlich der heutigen Stadt und wurde 1203 erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 1261 erhielt Freyburg Stadtrecht. Nach der Leipziger Teilung fiel die Stadt an Sachsen in den Thüringer Kreis und gehörte diesem bis 1815 an, bevor Freyburg an das Königreich Preußen und zum Kreis Querfurt in der Provinz Sachsen fiel. Die Zugehörigkeit bestand bis zum zweiten Weltkrieg. Im Jahr 2005 trat die Stadt Freyburg der Verbandsgemeinde Unstruttal bei, deren Sitz sich in Freyburg befindet.