Burgscheidungen

Burgscheidungen macht vor allem durch sein Schloss und den imposanten, barocken Schlossgarten von sich reden, aber auch die Weinstraße Saale-Unstrut verläuft durch den Ort an der Unstrut. Die Besiedlung des Ortes begann dabei bereits vor mehr als 6.000 Jahren. Auf dem heutigen Schloss hatten bis ins Jahr 531 vermutlich die Thüringenkönige ihren Sitz. Die Iringsage erzählt von einer Königsburg als Residenz der thüringischen Könige Hermenfred oder Irminfried und als Schauplatz einer Schlacht der Thüringer gegen die Franken und Sachsen. Dies war das vorläufige Ende des Thüringer Reichs. Handfeste Beweise hierfür gibt es jedoch nicht. Schriftlich genannt wurde Burgscheidungen erstmals im 9. Jahrhundert. Zu damaliger Zeit gehört die Burg dem Kloster Hersfeld an, bevor sie 946 von Kaiser Heinrich I. zur Reichsburg ernannt wurde. Im Jahr 1034 schenkte Heinrich III. seiner Ehefrau die „Villa Scheidungen“. Enge Verbindungen des Ortes gab es im Mittelalter zum Bistum Bamberg, nachdem die Witwe Agnes des verstorbenen Kaiser Heinrich III. den Bischof Günther von Bamberg als Ratgeber wählte und im Jahr 1066 die Besitztümer dem Bischof Hermann von Bamberg schenkte. Im Nachgang entstand ein jahrhundertelanger Streit um zwischen verschiedenen Bambergern. Eine formale Lehnsabhängigkeit von Bamberg bestand bis ins Jahr 1803. In den Jahren 1553 bis 1628 war Burgscheidungen von den Herren von Wiehe bewohnt. Es folgte bis in die heutige Zeit eine lange Geschichte von Besitzerwechseln der Burg.