Bad Langensalza

Bad Langensalza besticht mit einem schönen Stadtbild mit Fachwerkhäusern, zehn blühenden Parks und Gärten sowie mit Thermalwasser der Friederiken Therme. Das Kleinod gilt als blühendste Stadt Europas, in welcher Schausteller im Sommer zum Mittelalterstadtfest zusammenfinden. 2011 gewann Bad Langensalza im internationalen Wettbewerb „Entente Flroale Europe“ den Titel der blühendsten Stadt Europas. Dazu ist Bad Langensalz seit mehr als 200 Jahren Kurort. Heutzutage steht in dessen Mittelpunkt die Friederiken Therme. Daneben machen zahlreiche Festen und einige Freizeiteinrichtungen wie die Kindererlebniswelt Rumpelburg Bad Langensalza sehenswert.

Als Dorf wurde Bad Langensalza als damaliges Salzaha erstmals 932 urkundlich erwähnt. Im Jahr 1070 ging die Liebfrauenkirche von den Ludowingern an Salza. 1075 wurde der heutige Ortsteil von Bad Langensalza, Homburg, Kriegsschauplatz des Sachsenkrieges. Hier befindet sich an der Unstrut das Benediktinerkloster Homburg, das 1136 erneuert wurde. Diesem wurde im Jahr 1196 die Kirche St. Stephan durch Bernhard III. von Sachsen und Heinrich V. übergeben. 1212 erhielt Salza das Stadtrecht, erste Münzen wurden von 1255 bis 1300 geprägt. Das Weißfrauenkloster wurde 1325 von Günther IV. von Salza gegründet. Nach der Zerstörung der Stadt im Jahr 1346 wegen eines Besitzstreites mehrer Landgrafen, wurde 1356 eine Stadtmauer mit sieben Toren und mehr als 30 Wachtürmen erbaut. 1578 wurde Bad Langensalz erstmals als Langensalza erwähnt. Im Jahr 1632 wurde Bad Langensalza während des Dreißigjährigen Kriegs weitgehend zerstört. In den Jahren 1584 bis 1670 war die Stadt Schauplatz von Hexenverfolgungen. Dort, wo 1711 in weiten Teil der Altstadt ein verheerender Stadtbrand einige Gebäude vollständig zerstörte, wurden Bürgerhäuser im Barockstil errichtet und können bis heute bestaunt werden. Schon 1751 wurde für Herzogin Friederike von Sachsen-Weißenfels das Friederikenschlösschen erbaut, in welchem schon ab 1812 das erste Schwefelbad eröffnete. Im Zuge des zweiten Weltkriegs war Bad Langensalza von Judenverfolgungen sowie Verfolgungen von Sinti und Roma betroffen. Einige wurden im KZ-Außenkommando Langensalza festgehalten. Es wird davon ausgegangen, dass circa 1300 ausländische Frauen und Männer Zwangsarbeit leisten mussten. Im März 1944 war Bad Langensalza von Luftangriffen betroffen. Nach Ende des Krieges wurde Bad Langensalza zunächst von amerikanischen, dann von sowjetischen Truppen besetzt und wurde 1949 Teil der DDR. 1952 war Langensalza ein Kreis, verlor diesen Status im Zuge einer Gebietsreform 1952 aber wieder. Seit Juni 1956 trägt die Stadt den Titel Bad. Im Jahr 1996 wurden Sole und Mineralwasser in Bad Langensalza entdeckt. In der Folge wurde die Kurgesellschaft Bad Langensalza mbH Thermalsole- und Schwefelbad gegründet. In den Folgejahren entstanden die Rehaklinik, das Kurmittelhaus, ein Rosengarten mit Rosarium, der Botanische und der Japanische Garten. Seit 2005 ist Bad Langensalza auch stattlich anerkannter Kurort nach bundesdeutschen Kriterien.