Artern

Aus dem beschaulichen Dorf Artern aus dem 9. Jahrhundert an der Unstrut stammen Goethes Vorfahren väterlicherseits, was es vor allem bekannt macht. Die Wasserburg Artern aus dem 10. Jahrhundert diente zur Sicherung des Unstrutübergangs zur Thüringer Pforte in Richtung Schmücke und Sangerhausen. Im Jahr 1200 wurde die Marienkirche und 1250 die Veitskirche erbaut. 1323 erhielt Artern Stadtrecht. Im 16. Jahrhundert wurde die Wasserburg zu einem Schloss umgebaut, im 18. Jahrhundert jedoch nahezu vollständig abgerissen. Heute steht an selbiger Stelle ein Bankgebäude. 1683 wurde Artern durch ein Feuer nahezu komplett zerstört, was den Neubau des Rathauses notwendig machte. 1832 wurden das Dorf und die Stadt Artern vereint. Während des Zweiten Weltkriegs, im Jahr 1944, befand sich in Artern eine Außenstelle des KZ Buchenwald. Ein Gedenkstein auf dem Friedhof erinnert an die zahlreichen Todesopfer der Deportation und Zwangsarbeit. Im Jahr 1994 verlor Artern den Status einer Kreisstadt und wurde in den Kyffhäuserkreis eingegliedert. Als Ausgleich wurde die zentrale Bußgeldstelle Thüringens nach Artern umgesiedelt. Mit der MDR-Produktion „Artern – Stadt der Träume“ 2002 und 2003 machte Artern auf sich aufmerksam. Im Fokus der Daily-Soap stand das Leben der Menschen in einer Stadt mit der höchsten Arbeitslosenquote in Thüringen.