Altengottern

Altengottern blickt auf eine 1000-jährige Geschichte mit ruhiger Lage an der Unstrut zurück. Bekannt ist Altengottern vor allem für den Ton am Roten Berg, der im Nachbarort Großengottern in einem Ziegelwerk belgischer Besitzer zu Ziegeln verarbeitet wird. Das Wahrzeichen des Ortes ist der Lindenbaum auf dem Roten Berg. Von hier aus kann man bei gutem Wetter in das Thüringer Becken entlang der Unstrut blicken.

Trinitatiskirche

Altengottern war 1017 vermutlich ein Königshof des Kaisers Heinrich II, dessen Wasserburg an der Unstrut an der Stelle stand, wo sich später ein Schloss und Rittergut befand. Nach mehreren Besitzerwechseln fiel die Burg dem Dreißigjährigen Krieg zum Opfer. Ab 1650 wurde das Dorf wiederaufgebaut und den Bauern Land übergeben, das sie wohlhabend machte. Der heute noch existierende Mittelteil des Schlosses und die Kirchen St. Trinitatis sowie St. Wigberti stammen ebenso aus dieser Zeit. In den Jahren 1820 bis 1824 wurde der Nordflügel des Schlosses im romanischen Baustil renoviert, der Part umgestaltet und eine Bibliothek errichtet. Da Altengottern durch seine Nähe zur Unstrut immer der Gefahr von Hochwasser ausgesetzt war, fanden bereits Hochwasserschutzmaßnahmen ab dem Jahr 1670 statt.

 

 

 

Nach der Vertreibung der seit Jahrzehnten im Schloss ansässigen Familie Marschall nach der Besetzung des Ortes durch das sowjetische Militär im zweiten Weltkrieg, wurde die Inneneinrichtung des Schlosses entfernt, die Bibliothek vernichtet und das Inventar zerstört. Heute befindet sich im Schloss ein heilpädagogisches Kinder- und Jugendheim. Das Gutshaus des Geländes wurde damals zur Grundschule umfunktioniert, 2007 aber abgerissen. Nach dem Mauerfall kehrte die Familie Marschall wieder nach Altengottern zurück.